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Das Leipziger Sächsisch

ein kurzer Exkurs über die Leipziger Sprache

Der Leipziger spricht sächsisch. Für Menschen, die aus anderen Gebieten, kommen, wo vielleicht noch "hochdeutsch" gesprochen wird mag vielleicht das Leipziger Sächsisch genauso klingen wie das Dresdner oder das Chemnitzer, jeder der eine Weile dort gelebt hat merkt sehr wohl Unterschiede. Am besten merkt man dieses, wenn man die Sprache der bekannten Kaberettisten Tom Pauls und Bernd-Lutz Lange aus Leipzig mit Wolfgang Stumph aus Dresden gegenüberstellt. Das Dresdnerisch erkennt man sofort am langezogenen "Nuu....", das an Stelle von "Ja" gebraucht wird. Auch der Tonfall ist anders.

Sächsisch ist eine der deutschen Hochsprachen und keinesfalls einfach nur ein Dialekt. Im Mittelalter war es absolut in und auch Martin Luther hat es sehr gemocht. Später war es nach etlichen militärischen Niederlagen der sächsischen Könige und Dominanz Preußens nicht mehr so in. Den Rest an Popularität hat es gekostet, das Walter Ulbricht aus Leipzig stammte und seine vielen Reden in unverkennbarem Leipziger Sächsisch hielt.
Nach der Wende wurde von vielen Westdeutschen Ostdeutschland mit Sachsen assoziiert, weil die Sachsen einfach fixer als die anderen waren und überall viel eher aufgetaucht sind als die anderen Ossis.
Aber mittlerweile ist das lange vorbei. Viele Sachsen sind jetzt stolz auf ihre Sprache und dumme Witze darüber fechten niemand mehr an.
Lene Voigt ist eine berühmte Leipziger Mundartdichterin und gibt ein sehr gutes Beispiel für die Sprache.